Update: Das Bild stammt nicht von mir, ich habe nur aus einem im Gentoo-Forum aufgeschnappten Poster auf Anfrage ein Wallpaper gemacht...
Thu, 16 Dec 2004
If it moves, compile it.Wie man seinen Fernseher erschiesst (Sarah Kuttner gewidmet):
Wir haben uns eine Schiessscharte aus einem umgedrehten Sessel gebaut, hinter dem sind wir nach jedem Schuss in Deckung gegangen, mit so einer Implosion ist nicht zu spassen. Ich hatte damals noch mein tolles Luftgewehr, Diana P256, mit Zielfernrohr. Das Zielfernrohr haben wir nicht gebraucht, einmal quer durchs Zimmer... Wir haben auch so jedesmal ins Schwarze getroffen<bg>. Der Fernseher war natuerlich an! Ich kann mich noch genau an die hypnotische Wirkung erinnern, mit 8-facher Vergroesserung ins Rauschen zu blicken... Heutzutage, zahllose Albtraeume, was haette passieren koennen, spaeter, wuerde ich wahrscheinlich eine Schutzbrille anziehen, aber das waere natuerlich uncool. Vielleicht eine schwarze Sonnenbrille, ja, genau.
Jedenfalls wurde durch die Schuesse die Phosphorschicht schwaecher, und irgendwie wurde der Fernseher auch undicht. Nach einer Weile gab es keine gleichmaessiges Zeilenmuster mehr. Man konnte in die Mattscheibe reinsehen, dort herrschte ein unwirkliches, schwaches Leuchten. Der Elektronen"strahl" wurde zu einem Blitz, der regellos von hinten auf die Mattscheibe einbrizzelte. Ganz aehnlich einer Plasmakugel, nur selbstangeregt, ohne Handauflegen. Die Ablenkeinheit schien da noch ein bischen Leben reinzubringen. Irgendwann wurde es uns zu gefaehrlich, wir robbten uns mit dem Sessel vor (oder traute einer sich kurz ran?) und drehten die Glotze um. Kommt ja eh nur Scheisse.
All die Leute sollen das lesen?
Diary war eine fruehe Inkarnation der Idee mit den elektrischen Tagebuechern. Und die LoogingTools setze ich mittlerweile sogar zu Dokumentation der Administration beruflich ein. Aber mein erstes und vormals letztes Blog habe ich trotzdem nicht umsonst im Freenet gefuehrt, es ist dann doch recht schwer, es allen Rezepienten recht zu machen.
Kann ich hier meinen Scheffe beleidigen? Ueber unser LIebe Frau Marketing laestern? Elektronische Kopfnuesse fuer die Azubis? Wir werden sehen.
Wie das dann doch noch losgeht
Ich habe mal wieder Jochen R. Schulz dort entdeckt, wo ich ihn nicht vermutet haette. Und wie wir so ueber dies und jedes plaudern, hat er mir das PyBlosxom als neues Spielzeug verraten. Ich wollte ja immer schon bloggen, und so wie ich mich kenne, wird morgen was neues cooles erfunden, was ich dann 3 Jahre lang ignoriere.





